Pressebericht vom 29.12.2011 in der Frankfurter Neue Presse

Die Würde der toten Kinder
Eltern aus Niederbrechen sind mit ihrer Sternenkinder-Petition erfolgreich und erreichen eine Gesetzesänderung
Totgeborenen Kindern soll künftig mit mehr Würde begegnet werden. Das fordert das Ehepaar Martin in einer Petition an den Bundestag. Mehr als 40 000 Unterschriften zur Unterstützung sind dazu eingegangen.
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Expertenrunde am 15.12.11 in Berlin

Mario Martin, Stefanie Vogelsang MdB (Federführende für unsere Petition), Barbara Martin

Im Normalfall dauern Gesetzesänderungen immer sehr lange. Wir Sterneneltern haben nun zweifaches Glück: Zum einen wurde unsere Forderung gehört und vom Petitionsauschuss und vielen andern Abgeordneten des deutschen Bundestages befürwortet. Nach dem abschließendem Votum im Sommer/Herbst diesen Jahres wurde nun die Bundesregierung beauftragt s...ich mit der Forderung ebenfalls auseinanderzusetzen und ein entsprechendes Gesetz bzw eine Gesetzeserweiterung zu entwerfen.
Zum andern haben wir so viele Unterstützer in den Politikerreihen, die hier eine schnelle Änderung herbeiführen möchten, sodass aus dem inneren Parlament zugleich ebenfalls ein Gesetzesentwurf gemacht werden soll, der dann miteingereicht wird, wenn die Bundesregierung sich seiner Aufgabe annimmt. Diese Eingabe ist als Vorschlag mit Hand und Fuß anzusehen, sodass die Gesetzesänderung schneller von Statten geht. Der erste Schritt dafür ist eine Expertenanhörung. Diese fand am 15.12 in Berlin statt. Als Experten wurden folgende Personen geladen:
Katrin Baumgart, Leiterin Geburtenregister Bezirksamt Standesamt Neukölln
Georg Ehrmann, Geschäftsführender Vorstandsvorsitzender Deutsche Kinderhilfe e.V.
Professor Dr. med Ursula Rieke, Stiftungsvorstand Katharina-Kasper-Stiftung
Professor Dr. med Klaus Vetter, Chefarzt Vivantes Klinikum Neukölln

Es ist sicher, dass es eine positive Veränderung des Gesetzes geben wird, um aber einen Entwurfvorschlag ausarbeiten zu können, sollten die Experten eine Einschätzung geben, wie ein solche Gesetzesänderung realistisch aussehen könnte. Ebenso sollten sie mögliche Fallstricke aufzeigen, um zuverhindern, dass wegen eines mangelhaften Entwurfs die Änderung länger dauert.
Am Ende dieser Runde war man sich einig, dass das Gesetz geändert und auf die Wünsche und Bedrüfnisse der Sterneneltern sowie auf die Würde der Sternenkinder eingegangen werden muss...

Jetzt beginnt wieder der schwierige Teil... warten warten warten... Aber uns ist versichert worden, das man bestrebt ist, die Gesetzestextänderung vor der Sommerpause zu verabschieden...

VERLAUF und NEUIGKEITEN zur PETITION

Bundesregierung bekommt den Auftrag der Gesetzesänderung!

Tot geborene Kinder mit Geburtsgewicht unter 500 Gramm sollen ins Personenstandsregister eingetragen werden

Petitionsausschuss - 29.06.2011

Berlin: (hib/HAU) Der Petitionsausschuss unterstützt die Forderung, auch tot geborene Kinder, deren Geburtsgewicht unter 500 Gramm liegt, in das Personenstandsregister einzutragen. Während seiner Sitzung am Mittwochmorgen beschloss der Ausschuss daher, eine dahingehende öffentliche Petition der Bundesregierung zur Berücksichtigung zu überweisen und den Fraktionen des Deutschen Bundestages zur Kenntnis zu geben. Den ganzen Text finden sie hier oder hier 
Hallo ihr Lieben,

Wir möchten Euch zunächst für Eure tolle Unterstützung unserer Petition bedanken. Nicht nur während der Unterschriftenaktion sondern auch am 09.06.2011 bei der wichtigen Anhörung vor der Betrachterin der Petition und einzelnen Abgeordneten der CDU/CSU Fraktion konnten wir auf Euch zählen. Wir haben so viele Nachrichten und gedrückte Daumen erhalten. Danke dafür!

Am 09.06.2011 um 15 Uhr hatten wir die Gelegenheit mit der Betrachterin der Petition und ca 20 weiteren CDU/CSU Abgeordneten verschiedener Arbeitsbereiche unser Anliegen vorzutragen und die Forderung noch einmal zu formulieren. Wir dürfen mitteilen, dass die CDU/CSU unsere Petition unterstützt und mit der Forderung eines neuen Gesetzesentwurf an die Regierung herantritt. Man zeigte uns wo die Akte bisher war um Fürsprecher zu bekommen. Wir haben große Unterstützung. Allen voran Fr Vogelsang, Herr Baumann, Herr Bosbach und Herr Kauder uvw.! Wir haben die Zusage, dass sich definitiv etwas ändert. Wir werden zu einer für Sterneneltern positiven Lösung kommen. Eintragungen sollen möglich werden. Im Anschluss schilderten wir unser Anliegen noch dem SPD Abgeordneten Hr Schwartze. Er wil sich ebenfalls für unser Anliegen einsetzen und weitere Fürsprecher auf Parteiebene finden. Erste weitere Schritte sollen noch vor der Sommerpause passieren. Nun wird ein Änderungsentwurf erarbeitet. Dann müssen wir wieder zur Anhörung nach Berlin. Es geht dann um Details! Die Politiker sind und waren also schon ständig für uns aktiv!

Zum Abschluss konnten wir Fr Merkel noch von unserer Petition brichten. Auch Sie hält unser Anliegen für unterstützendswert. Sie kennt Betroffene und weiß um deren Gefühle.
Zuspruch also von ganz oben!

Weiter geht's (und noch bitte weiter Unterschriften sammlen, denn die Zahl der Unterschriften haben die Damen und Herren sehr beeindruckt ( Über 40.000!!!)
Hauptstadtbrief Nr.94 von Klaus-Peter Willsch MdB
Artikel "Sternenkinder" auf Seite 2 beginnend...
Hauptstadtbrief_Nr94_0411.pdf
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07. Mai 2011 - 7. Medizinethische Fachtagung 2011

Kategorie: Fachfortbildungen, Termine, Kasten links unten

"Das Trauma des frühen Kindsverlustes"
Medizinische, theologisch-pastorale und psychosoziale Aspekte 

 

 

7. Medizinethische Fachtagung
Samstag, 07. Mai 2011 - 9.30 Uhr

im Institut für Wissenschaftliche Weiterbildung der Phil.-Theol. Hochschule Vallendar

ReferentInnen:
Dr. med. Doris Macchiella
, Mainz
Dr. med. Angelika Pokropp-Hippen, Münster
Dr. theol. Christoph Zimmermann-Wolf, Neuwied 
werden medizinische, theologische und psychosoziale Aspekte vorstellen.

Die Eheleute Barbara und Mario Martin, Niederbrechen, referieren aus Sicht trauernder Eltern.

Die Veranstaltung ist bei der Bezirksärztekammer Koblenz mit 8 Fortbildungspunkten zertifiziert.

>> Flyer mit Programmablauf und Anmeldeblatt <<
IWW_Flyer_2011.pdf
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Fernsehbeiträge "Sternenkinder" mit dem ZDF

Barbara und Mario mit dem Kamerateam vom ZDF

    

Warum????

Warum? - Diese Frage stellen wir uns immer wieder... 

 

Doch zunächst einmal soll beantwortet werden, WARUM es diese Seite gibt.

 

Diese Seite ist einer Familie gewidmet - der fünfköpfigen Familie meines Bruders Mario (Martin). Allerdings sind sie nur im Herzen zu fünft, denn Mario und seine Frau Babara sind von außen betrachtet "nur" zu zweit. Sie verloren im November 2007 ihren ersten Sohn Joseph-Lennard und im Herbst 2008 auch noch ihre Zwillinge Penelope-Wolke und Tamino-Federico jeweils im 7. Monat. Diese Seite habe ich nun zum 1. Geburtstag von Joseph-Lennard eröffnet, um die Kinder außerhalb unseres Herzens sichtbar zu machen. 

 

Für uns alle war das letzte Jahr so unendlich schwer und keiner von uns kann es fassen, dass nun keine 3 Kinder, keine 3 Patenkinder und keine 3 Enkelkinder bei uns sind. 

 

Wir haben uns so auf sie gefreut, DARUM sollen sie nie vergessen werden und DARUM gibt es diese Seite.

 

In ewiger, erinnernder Liebe

die Patentante

AKTUELLES

News und Bitte aus aktuellem Anlass!

 

Wir freuen uns über die zahlreichen Besucher der Seite und auch über die anteilnehmenden Mails, die uns erreichen. Das tut gut.

Diese Seite existiert - wie oben beschrieben - um den 3 Engeln einen Platz zu geben und auch darum, dass wir unsere Geschichte teilen können.

 

Aber auch: um etwas zu bewegen! Die vielen Kommentare und Nachrichten, die wir erhalten, zeigen wie wichtig und aktuell dieses Thema ist. Viele Eltern müssen eine ähnliche Situation wie wir durchmachen und viele haben nicht den Mut, die Kraft, die (Hintergrund-)Informationen um laut darüber zu sprechen. Aber es ist wichtig!

 

Also lasst uns auch etwas bewegen!!!! Unterstützt unsere Unterschriftenaktion und damit viele betroffene Sterneneltern. Warum, wieso, weshalb erfahren Sie unter dem nächsten Navigationspunkt "Unterschriftenaktion".

 

Vielen lieben Dank!

Mario und Barbara Martin, Weihbischof Dr. Thomas Löhr und Pfarrer Joachim Metzner CO

 

Die Würde des menschlichen Lebens von Beginn an

 

Trauerndes Elternpaar begegnet dem Limburger Weihbischof Dr. Thomas Löhr

 

Der würdige Umgang mit tot- und fehlgeborenen Kindern stand im Mittelpunkt eines Gesprächs, das Barbara und Mario Martin am 4. Januar mit Weihbischof Dr. Thomas Löhr in Limburg führten.

 

Das junge Ehepaar aus Niederbrechen hat innerhalb eines Jahres drei Kinder verloren: Joseph-Lennard sowie ihre Zwillinge Tamino Federico und Penelope Wolke.  Mit Weihbischof Dr. Thomas Löhr als Leiter des Dezernats Pastorale Dienste und mit Pfarrer Joachim Metzner CO vom diözesanen Zentrum für Trauerseelsorge in Frankfurt sprachen die Eltern über ihre Trauer und ihr andauerndes Bemühen um eine juristische Anerkennung der toten Kinder. Mit einer Petition, für die sie Unterschriften sammeln und die am 27. Januar endet, wollen sie erreichen, dass das deutsche Recht auch jene Kinder, die während oder noch vor der Geburt sterben, juristisch als Personen anerkennt. Nach derzeit gültiger Rechtslage wird Kindern mit einem Gewicht von weniger als 500g dieser Status verwehrt. Als hätten sie nie existiert, geschieht folglich kein Eintrag im Personenstandsregister, und ein Recht auf Bestattung wird ebenfalls nicht gewährt. Nur unter großen Mühen haben es Barbara und

 

Mario Martin erreicht, dass ihre drei Kinder schließlich im Grab der Großeltern beigesetzt werden konnten.

Weihbischof Löhr und Pfarrer Metzner bestärkten die Eltern mit dem Hinweis darauf, dass die Kirche unmissverständlich die Würde und den Schutz menschlichen Lebens vom Moment der Zeugung an betone. Aus dieser Sicht sei nicht nachvollziehbar, Existenz und Würde eines Menschen von einem Mindestgewicht abhängig zu machen.

Schnell wurde klar, dass es nicht nur um juristische Klärungen geht, sondern um die generelle Frage, welche Würde menschlichem Leben am Anfang und am Ende des Lebens entgegengebracht wird. Die Aufgabe der kirchlichen Pastoral bestehe darin, Anwalt für Trauernde zu sein und durch entsprechende Bewusstseinsbildung die Gesellschaft zu sensibilisieren. Eine privat von Familie Martin organisierte Fotoausstellung im letzten Herbst war ein Schritt in diese Richtung.

Die Teilnehmer waren sich einig, das intensive Gespräch fortzusetzen. Es geht darum zu klären, in welcher konkreten Weise die vorgebrachten Anliegen von Seiten der Kirche thematisiert werden können und welche Vernetzungen mit Einrichtungen und Initiativen sich hierfür anbieten.

 

Joachim Metzner